8 Gründe, warum positive Psychologie in der Pandemiezeit helfen kann. Grund #3: Geborgenheit

Wenn Du Dich geborgen fühlst, erlebst Du ein allgemeines Wohlbefinden, Du fühlst Dich «am richtigen Platz», Deine Sorgen sind auf Pause gestellt, alles scheint einfacher und lockerer zu sein, Du fühlst Dich akzeptiert und geliebt.


In der Tat beinhaltet das Gefühl von Geborgenheit Elemente wie Sicherheit, Wärme, Wohlbefinden, Vertrauen, Liebe, Akzeptanz, Schutz, Verständnis, Freundschaft, Zuneigung und Nähe. Das sind alles Dinge, die Du in Deinem Leben mindestens einmal erlebt hast, und am liebsten nie wieder darauf verzichten möchtest.


Die Psychologie definiert Geborgenheit als ein fundamentales System, das jeden individuellen Zustand förderlichen Wohlbefindens umfasst. Dabei schliesst der Begriff positive Gefühle wie Behaglichkeit, Nähe, Wärme, Ruhe und Frieden, sowie das Streben nach Sicherheit mit ein.

Geborgenheit ist auch ein wichtiges psychologisches Bedürfnis. Maslow hat in seiner Bedürfnispyramide die sozialen Bedürfnisse an dritter Stelle beschrieben (nach den physiologischen Bedürfnissen und den Sicherheitsbedürfnissen, siehe Bild). Soziale Bedürfnisse enthalten unter anderem das Bedürfnis von Liebe. Dieses wiederum, enthält das Gefühl von Geborgenheit.


Das Schöne daran ist, dass uns dieses Gefühl in den meisten Fällen praktisch in die Wiege gelegt wird. Vom ersten Lebenstag an sind Eltern bestrebt alles dafür zu tun, damit sich ihr Kind geborgen fühlt.


Wenn eine gute Bindung zwischen Eltern (oder allgemein Bezugspersonen) und dem Kind besteht, lässt das Gefühl von Geborgenheit nicht lange auf sich warten. Ich betrachte mich selber als Mutter, wie ich meine Kinder in den Arm nehme und beruhige, wenn sie weinen oder einfach nur so, weil es eben schön ist, dieses Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln. Da fliesst die Liebe, Du willst Deinem Kind mitteilen, dass alles gut wird, dass es akzeptiert wird, dass es wertgeschätzt wird, dass es sich sicher und «zuhause» fühlen kann.

Dabei empfindest Du genau dasselbe Gefühl; wie wunderbar!

Geborgenheit im Alltag

Wenn wir älter werden, tragen wir dieses Gefühl in uns und können es immer wieder dann aktivieren, wenn die Umstände und die Situation stimmen. Geborgenheit kann nämlich mit verschiedenen Sachen in Verbindung gesetzt und aktiviert werden.


Womöglich verbindest Du das Gefühl von Geborgenheit mit bestimmten Menschen. Für viele können diese die Familienmitglieder sein. Gute Freunde oder sogenannte «Lieblingsmenschen» können dieses Gefühl von Geborgenheit ebenfalls in uns erwecken.


Auch bestimmte Orte können Dir das tiefe Gefühl der Geborgenheit geben. Das Elternhaus oder Deine Lieblingswiese, Dein aktuelles Zuhause oder eine bestimmte Ecke im Wald. Egal wo, egal wie glamourös oder einfach, Du musst Dich an diesem Ort nur wohl und sicher fühlen, damit Du Geborgenheit empfindest.


Erinnerungen können ebenfalls bewirken, dass wir uns geborgen fühlen. Weisst Du noch, als Du bei Deiner Grossmutter den Nachmittag verbringen durftest, und sie Dir Deinen Lieblingskuchen gebacken hat? Oder vielleicht erinnerst Du Dich an die stundenlangen Gespräche mit Deiner besten Freundin? Mental können wir uns also auch in das Gefühl der Geborgenheit hineinversetzen.

Wie komme ich zu Geborgenheit?

Es gibt einfache Wege, wie Du aktiv ein Gefühl der Geborgenheit empfinden kannst. Hier sind einige Beispiele, die speziell auch während dieser Pandemiezeit helfen können:

Suche Dir Hilfe von vertrauten Personen

Mach den ersten Schritt und frage nach Hilfe, damit Du Dich geborgener fühlst. Es kann auch nur bedeuten, ein Skype-Meeting bei einer Tasse Tee oder Kaffee mit Deiner besten Freundin machen zu wollen, und ihr von Deinen Sorgen erzählen zu dürfen.

Suche Geborgenheitssituationen auf

Frage Dich, was Dir guttut und in welchen Situationen Du Dich sicher, geliebt und zufrieden gefühlt hast. Wie sah so eine Situation aus? Gibt es Möglichkeiten, um diese Situation wieder zu erleben? Manchmal reicht es auch nur, sich das Lieblingsessen zu kochen, das wir mit einer Zeit der Geborgenheit zuhause bei der Familie verbinden.

Deine Selbstaktualisierung

Setze Deine eigenen Kompetenzen aktiv um, indem Du durch selbstgesteuerte Handlungen wichtige Ziele zu erreichen versuchst. Dies kann auch bedeuten, dass Du Deine Kompetenzen für ein freiwilliges Projekt einsetzt oder dass Du aktiv und kreativ nach einer neuen Jobmöglichkeit suchst.

Die Lebenssituation und die Lebenshaltung ändern

Frage Dich, was Du (und ob Du etwas überhaupt) verändern musst, damit Du Dich (wieder) geborgen fühlst. Gibt Dir Dein Partner/Deine Partnerin das, was Du brauchst? Fühlst Du Dich in Deinem Haus/Deiner Wohnung wohl? Wie fühlst Du Dich bei deiner Arbeit? Jetzt könnte der richtige Zeitpunkt sein, um einige Dinge in Deinem Leben zu ändern.

Anderen helfen

So wie Eltern für ihre Kinder da sind und ihnen das Gefühl von Geborgenheit vermitteln, so kannst Du das auch mit Deinen Mitmenschen tun. Das Positive? Dieses Gefühl verspürst Du dann automatisch auch. Sei behilflich, tu was Gutes für andere, schenke ihnen Deine Zeit und Deine Aufmerksamkeit, sag ihnen, dass sie Dir wichtig sind, höre ihnen zu und unterstütze sie, wo Du kannst.

Der Glaube/die Spiritualität

Auch spirituell kann man sich die Sicherheit, die Liebe, die Zuversicht holen, die man während dieser Zeit braucht. An etwas Grösseres zu glauben gibt uns Halt, Kraft und Hoffnung. Widme Dich wieder mehr Deiner spirituellen Seite, bete oder meditiere, stell Dir vor, dass Du ein Sicherheitsnetz hast, das Dich – egal was passiert – auffangen wird.

«Letztendlich besteht unser Leben aus nichts anderem, als der ständigen Suche nach Geborgenheit, Zuneigung und Sinn.» (Ernst Ferstl)


Willst Du Dich geborgen fühlen und brauchst dabei ein wenig Unterstützung? Kontaktiere mich und lass uns darüber sprechen:

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