TAG 9 - Briefe an meinen Sohn während der Quarantäne

Aktualisiert: Aug 2

Diesen Tag erwartete ich mit Ungeduld, seitdem du auf die Welt gekommen bist, aber ich habe mir nie vorgestellt, dass wir ihn mit Distanz zu deinem Papi verbringen müssen.


Der Muttertag hat für mich eine völlig neue Bedeutung bekommen. Bis letztes Jahr bedeutete es, meine Mamma zu beglückwünschen, doch jetzt kann ich verschiedene Aspekte herausspüren, welche vorher eher unklar waren. Jetzt kann ich tatsächlich verstehen, warum den Müttern ein spezieller Tag gewidmet wird.



Ich bin aber auch völlig einverstanden mit einem Festtag für alle Väter, vor allem für deinen, der ein ganz spezieller Mensch ist. Es ist möglich, dass der heutige Tag für ihn härter war als für mich. Ich konnte mich wenigstens mit deinen Umarmungen trösten.


Auch wenn schon 10 Tage vorbei sind, tut diese Situation immer noch weh!


Die Gelegenheit wird kommen, mein Sohn, wo du verstehen wirst, dass wir Menschen sind, die sich nicht von den Situationen überwältigen lassen. Nach einem ersten Moment der Entmutigung reagieren wir und versuchen, die schwierigen Situationen umzuwandeln, damit sie auch etwas Angenehmes mit sich bringen können.


Heute haben wir genau das gemacht, indem wir uns ein Take-away Mittagessen von unserem Lieblingsgrotto gegönnt haben, ein kleiner Tröster, welcher uns diesen Tag trotz Distanz in etwas Spezielles verwandelt hat.


Eine zweite Streicheleinheit wurde uns kurz vor dem Abendessen geschenkt: Mein Onkel, der Arzt ist, hat uns angekündigt, dass wir beide uns ab Dienstagmorgen nicht mehr isolieren müssen. Noch einen Tag, dann dürfen wir wieder zu den Grosseltern gehen, natürlich mit den erforderlichen Vorsichtsmassnahmen.


Das wird dir guttun, dich ein bisschen von deiner Mami zu lösen, und mir auch, so werde ich etwas mehr Zeit haben, um an die Hausarbeiten, deinen Papi und – wieso auch nicht – an mich selber zu denken.


Zur Sicherheit werde ich morgen noch die Kinderärztin anrufen und sie nach ihrer Meinung dazu fragen. Die letzte Hürde wird der erneute Test sein, den sie deinem Papi am Donnerstag oder Freitag machen werden.


Seit ein paar Tagen bin ich nicht besonders optimistisch. Das heisst, ich stelle mir lieber das Schlimmste vor, aber mit der Hoffnung, dann das Beste zu bekommen. Ich wünsche dir, es im Zweifelsfall auch immer so zu machen.

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Diese ist eine Briefserie einer guten Freundin an ihren Sohn. Ich habe die Ehre, diese in meinem Blog publizieren zu dürfen. Wir freuen uns auf Dein Feedback und auf Kommentare!

VERSIONE ORIGINALE


Questo giorno lo aspettavo da quando sei nato, ma non avrei mai immaginato che l’avremmo trascorso tenendo le distanze dal tuo papà.


La Festa della mamma ha assunto un significato del tutto nuovo per me, dal momento che fino all’anno scorso mi limitavo a fare gli auguri alla mia di mamma, mentre ora percepisco tante sfaccettature che prima mi erano oscure.


Adesso capisco davvero perché le mamme vanno festeggiate, sebbene ci tenga a spezzare una lancia anche a favore di tutti i papà, in particolare del tuo papà, un uomo davvero speciale. Forse la giornata di oggi è stata più dura per lui che per me: almeno io ho potuto consolarmi con i tuoi abbracci.


Quanto fa male questa cosa, anche dopo quasi dieci giorni!


A tempo debito, figlio mio, capirai che non siamo persone che si lasciano abbattere dalle situazioni, o almeno dopo un primo momento di sconforto reagiamo e rigiriamo le situazioni difficili in modo da renderle in ogni caso piacevoli: oggi l’abbiamo fatto comandando il pranzo d’asporto dal nostro grotto preferito, una coccola che si è rivelata ottima e che ha reso comunque una festa la nostra giornata di lontananza.


La seconda coccola è stata la notizia ricevuta appena prima di cena: il mio zio dottore ha dato l’OK alla fine della nostra reclusione da martedì mattina. Se tutto va bene ancora domani, infatti, da martedì io e te potremo tornare di nuovo a vedere i nonni, naturalmente con le dovute precauzioni.


Ma ciò farà bene a te, che avrai un po’ di distacco dalla tua mamma, e a me, che avrò un po’ più tempo per pensare alle faccende di casa, al papà o – perché no – anche a me stessa.


Per sicurezza telefonerò ancora alla pediatra domani mattina, così mi farò dire anche la sua opinione. L’ultimo scoglio sarà il tampone che faranno al papà giovedì o venerdì.


Arrivo da qualche giorno non proprio ottimista, quindi preferisco pensare al peggio ma sperare nel meglio, come ti auguro di fare sempre in circostanze di dubbio.

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